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3,7 Cent/EEG-Umlage sinkt im kommenden Jahr deutlich

Quelle: MBI EnergySource

Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms sinkt im kommenden Jahr laut Presseberichten deutlich - und zwar auf 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Zur Senkung trägt auch ein Milliardenzuschuss des Bundes bei. Ohne diese Mittel läge die Umlage 2022 bei rund 4,66 Cent.
Die Übertragungsnetzbetreiber geben die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr an diesem Freitag bekannt. In der Branche wird damit gerechnet, dass eine sinkende EEG-Umlage die Strompreise insgesamt stabilisiert.

Für die sinkende EEG-Umlage gibt es mehrere Gründe. Nach einer Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende haben die hohen Gas-,
Kohle- und CO2-Preise zu einem stark gestiegenen Börsenstrompreis geführt. Damit werde weitaus weniger Geld vom EEG-Konto gebraucht, um Differenzkosten der Erneuerbaren Energien auszugleichen - erneuerbare Energien erzielten höhere Erlöse am Markt und die notwendige Fördersumme sinke. Dazu komme, dass die EEG-Anlagen der frühen Jahre, die noch vergleichsweise hohe Vergütungen erhalten hätten, seit diesem Jahr nach und nach das Ende ihrer 20-jährigen Förderdauer erreichten: "Der Kostenrucksack des EEG wird damit immer kleiner."

MBI/dpa/map/14.10.2021
Erschienen am 14.10.2021
letzte Aktualisierung am 14.10.2021