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Änderungen am Energiesammelgesetz-Entwurf?

Quelle: Energie & Management powernews Seite 1 Angelika Nikionok-Ehrlich

Originaltitel: Änderungen an Energiesammelgesetz in Aussicht
Originaluntertitel: Die Koalitionsfraktionen werden die im Entwurf für das Energiesammelgesetz geplanten
Regelungen für Mieterstrom und das Ziel für die Offshore-Windenergie voraussichtlich
modifizieren.
Die Koalitionsfraktionen würden die Regelungen im geplanten Energiesammelgesetz für Mieterstrom und für die Offshore-Windenergie voraussichtlich abändern, berichtet „Energie & Management“ unter Berufung auf Aussagen beim in Berlin stattfindenen Forum neue Energiewelt.
Die Gespräche über ein geplantes Energiesammelgesetz würden noch bis Anfang nächster Woche (26. November) weitergeführt, berichtet „Energie & Management“ aus dem Forum neue Energiewelt, das gerade in Berlin stattfindet. Thomas Bareiß vom Bundeswirtschaftsministerium wird mit der Aussage zitiert: „Wir werden schauen, beim Offshore-Ziel 15 GW bis 2025, dass wir da mehr machen.“ Er sympathisiere auch mit der Möglichkeit, auf dem Meer direkt Wasserstoff aus Windstrom zu erzeugen. Die geplanten Kürzungen für Photovoltaik-Dachanlagen habe Bareiß mit Vorgaben der EU begründet: „Brüssel sagt uns, wir müssen beihilferechtlich manche Überförderung einbremsen.“ Dem habe Bernd Westphal (SPD) widersprochen. Thomas Bareiß: „Bei PV-Dachanlagen mit einer Leistung von 40 bis 100 kW sind die Festvergütungen über Jahre gleich geblieben“. Auf keinen Fall wolle man den Mieterstrom „abwürgen“, da sei sich Bareiß mit Westphal einig. Man werde prüfen, für den Mieterstrom eine Sonderregelung einzubauen, habe Bareiß gesagt. Julia Verlinden (Grüne) forderte, Ausbaupfade für das Ziel eines Ökostromanteils von 65 Prozent bis 2030 festzulegen, um Planungssicherheit zu schaffen. Sogar die EU-Kommission sei „zumindest für eine Fünf-Jahres-Planung“, wird sie zitiert. Mit ihr in einem Punkt einig habe sich Bernd Neumann (FDP) gezeigt: „So sind das 65-Prozent-Ziel und das CO2-Minderungsziel nicht zu schaffen.“
Erschienen am 22.11.2018
letzte Aktualisierung am 23.11.2018