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Altmaier/Rechenfehler bei Schallbelastungen durch Windräder "sehr problematisch"

Quelle: MBI EnergySource

Die Bundesregierung hat rasche Aufklärung zu einem massiven Rechenfehler angekündigt, der den Bau zahlreicher Windkraftanlagen an Land verzögert oder gar verhindert hat. Dieser Vorgang sei "sehr problematisch", erklärte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin. "Wir werden dafür sorgen, dass es aufgeklärt wird."
Hintergrund war eine Studie der in seinem Geschäftsbereich tätigen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die die vermuteten Belastungen durch unhörbaren Infraschall viel zu hoch angesetzt hatte.
Diese wurden laut Altmaier um 36 Dezibel zu hoch angesetzt. In der erstmals 2009 veröffentlichten Studie wurden die Schallbelastungen mit 100 statt 64 Dezibel angegeben, wie die Zeit in der vergangenen Woche zuerst berichtet hatte. "Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie viele Menschen, auch Windkraftgegner schlaflose Nächte hatten, weil sie sich Sorgen vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall machten", sagte Altmaier. Auch die Akzeptanz von Windkraft an Land habe ein Stück darunter gelitten. "Und das alles auf der Basis von Zahlen, die nicht korrekt berechnet waren." Die BGR räumte den Berechnungsfehler inzwischen ein.
MBI/DJN/map/27.4.2021
Erschienen am 27.04.2021
letzte Aktualisierung am 27.04.2021