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Das Potential synthetischer Kraftstoffe

Quelle: Handelsblatt.com

Originaltitel: Autos ohne CO2 - warum die Industrie an E-Fuels glaubt
Originaluntertitel: Rein theoretisch könnten Verbrenner schon heute klimaneutral fahren. Mit sogenannten E- Fuels - doch Fans und Gegner streiten über deren Potenzial.
Theoretisch könnten E-Fuels unsere CO2-Bilanz verbessert - aber praktisch verbraucht ihre Produktion zu viel Strom. Trotzdem setzen sich Energiekonzerne und Autobauer für die synthetischen Kraftstoffe ein - nicht nur als Treibstoff für Flugzeuge und Schiffe, sondern auch für Autos. Umweltschützer und Grüne kritisieren allerdings, dass es nicht genügend grünen Strom gebe, um E-Fuels produzieren zu können.
Der Bundesverband der Industrie habe in einer Studie betont, wie dringlich der Einsatz von E-Fuels im Verkehr künftig sei. Klimaneutrale Kraftstoffe seien vor allem beim Flugverkehr nicht wegzudenken, aber auch die Autobranche setzt vermehrt auf die Kraftstoffe, die mit grünem Strom produziert wurden. In der Theorie könnte es so schön sein: Herkömmliche Autos könnten klimafreundlich tanken, die CO2-Bilanz des Autoverkehrs könnte sich verbessern. Doch einige Experten würden die E-Fuels nur im Einsatz beim Schiff- und Flugzeugverkehr als sinnvoll erachten, heißt es im "Handelsblatt". Umweltschützer und die Grünen würden sich gegen E-Fuels aussprechen - wegen des hohen Energieaufwands bei der Produktion. Laut einer Studie der Denkfabrik Agora Verkehrswende von 2017 brauche ein Elektroauto 15 Kilowattstunden Strom, ein mit E-Fuels betriebenes Auto 103 Kilowattstunden.
Erschienen am 05.07.2019
letzte Aktualisierung am 05.07.2019