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Prognose bekräftigt/Sonderbelastungen drücken EnBW-Konzernergebnis

Quelle: MBI EnergySource

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat im ersten Halbjahr wegen Sonderbelastungen weniger verdient. Der Ausblick auf das laufende Jahr wurde jedoch bestätigt. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem bereinigten EBITDA zwischen 2,825 und 2,975 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2 bis 7 Prozent zum Vorjahr. Der temporäre Rückgang des operativen Ergebnisses werde sich im weiteren Jahresverlauf ausgleichen, hieß es.
"Nach einem eher schwachen ersten Quartal konnten wir im zweiten Quartal bereits erfreulich aufholen. Wir sind zuversichtlich, unser Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen", sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer. "Ob wir aber eher am oberen Ende des Ergebniskorridors landen, oder aber möglicherweise eher am unteren, das wird die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten zeigen."
In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Außenumsatz um 29,1 Prozent auf 12,655 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) wurde ein Rückgang um 14,1 Prozent auf 1,167 Milliarden Euro verzeichnet. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA fiel um 6,8 Prozent auf 1,479 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis nach Anteilen Dritter von minus 162,8 Millionen Euro nach plus 184,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, was im Wesentlichen auf außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Erzeugungspark zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurde ein Konzernüberschuss von 594,6 Millionen Euro verbucht, ein Anstieg um satte 60,5 Prozent.
EnBW hatte Mitte Juli mitgeteilt, dass im ersten Halbjahr Sonderbelastungen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro anfallen. Als Gründe führte der Konzern vor allem Wertberichtigungen bei Kohlekraftwerken und Rückstellungen für Strombezugsverträge an.
MBI/DJN/map/29.7.2021
Erschienen am 29.07.2021
letzte Aktualisierung am 29.07.2021