Es gehe um eine schwerwiegende Pflichtverletzung, so die IKB in einer Pressemitteilung, über die österreichische Medien berichten. Von Gasser gibt es dazu keine Stellungnahme. Im Vorfeld sei ein disziplinarrechtliches Verfahren gegen Gasser in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) durchgeführt worden. Die Abberufung wurde bereits letzten Donnerstag in der IKB-Aufsichtsratssitzung beschlossen. Der IKB-Aufsichtsrat sprach von einer eingehenden Prüfung des Sachverhalts, an deren Ende eine Abberufung unausweichlich gewesen sein soll. "Das an den Tag gelegte Verhalten war und ist mit einer Führungsfunktion nicht vereinbar. Als Landesunternehmen haben wir hier eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion", betonte TIWAG-Aufsichtsratsvorsitzender Eduard Wallnöfer. Der Vorstand werde zwischenzeitlich von den bestehenden Mitgliedern geführt sowie das freie Mandat planmäßig neu ausgeschrieben. Die IKB begründete die Abberufung mit Verdachtsmomenten, die eine interne Prüfung zur Folge gehabt haben. Diese interne Prüfung habe dann schwerwiegende Pflichtverletzungen und Verfehlungen des Vorstandsmitglieds hervorgebracht, so die IKB.
APA-Informationen zufolge soll es sich um einen mutmaßlichen Verstoß gegen Compliance-Regeln handeln. Strafrechtlich relevant waren die Verfehlungen offenbar nicht, weshalb auch keine Anzeige oder dergleichen folgen würde.
MBI/cdg/23.9.2025
"Verfehlungen"/TIWAG-Vorstand Gasser abberufen
Der Vorstand der TIWAG und der IKB, Thomas Gasser, ist vorzeitig und mit sofortiger Wirkung abberufen worden.
Erschienen am
23.09.2025
letzte Aktualisierung am
23.09.2025