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Windräder schalten sich bei Brand oder Eisabwurfgefahr ab

Quelle: ruhrnachrichten.de Ingrid Wielens

Originaltitel: Was Sie über die Windräder in Haltern wissen müssen
Originaluntertitel: 16 Windräder drehen sich in Haltern. Und es werden mehr. Wie sicher sind die Anlagen? Was kann die Feuerwehr bei einem Brand ausrichten? Wozu dienen Eiswurf-Schilder? Wir haben uns umgehört.
Bei einem Brand schaltet sich eine Windenergieanlage normalerweise ab. Brennende Teile werden also nicht in die Umgebung geschleudert. Ebenso bei Vereisung der Rotorblätter, die durch Schwingungsmessung erkannt werden kann. Dass dennoch Eiswurf-Warnschilder aufgestellt werden, ist gesetzlich vorgeschrieben.
Die „Ruhrnachrichten“ online ordnen die Brand- und Eisabwurfgefahr von Windenergieanlagen am Beispiel von Windrädern in der Region ein. Erhöhte Temperaturen führten zu einer Abschaltung der Windenergieanlage. Auch werde eine Störmeldung gesendet. „Brennende Teile könnten also nicht in die Umgebung geschleudert werden.“ Gesetzt der Fall, Gondel oder Rotorblatt stünden in Flammen, „warten die Feuerwehrmänner ab“ und ließen das Bauteil kontrolliert abbrennen. – In den kalten Monaten könne theoretisch Eiswurf nicht ausgeschlossen werden. „Die Windräder verfügen aber über ein Sensoren-System, das die Schwingungen des Rotorblatts misst“, wird Nordex-Sprecher Felix Losada zitiert. Vereise ein Rotorblatt, veränderten sich diese Schwingungen. Es entstehe eine Unwucht. Losada: „Die Anlage wird dann umgehend heruntergefahren.“ Ernsthafte Zwischenfälle wegen Eiswurfs habe es, so die Aussage von Christian Hovenjürgen, Geschäftsführer von „Windenergie Haltern am See“, an seinen Anlagen noch nicht gegeben. Dennoch warnten die Windbauern mit entsprechenden Schildern vor diesem Phänomen: „Vorsicht Eiswurf - Abstand halten“. Hovenjürgen: „Die Windräder stehen auf Privatgrundstücken. Mit den Warnschildern sichern die Betreiber sich haftungsrechtlich ab.“ Die Warnschilder seien zudem gesetzlich vorgeschrieben.
Erschienen am 17.04.2019
letzte Aktualisierung am 18.04.2019